LADW - Lateinamerika-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Morning Brief

Ausgabe Samstag, 18. Juli 2026  ·  Lesezeit 1 - 5 Min

Edition Saturday, 18 July 2026  ·  Reading time 1 - 5 min

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01Neuer Stand: USA weiten Luftschläge auf Iran aus und bombardieren Brücken bei Bandar Abbas, Teheran schlägt gegen Katar, Kuwait und Syrien zurück Geopolitik 01Update: US expands air strikes on Iran, bombs bridges near Bandar Abbas, Tehran strikes back at Qatar, Kuwait and Syria Geopolitics 02Update: Brasilien setzt vorerst auf WTO-Verfahren statt sofortiger Vergeltung, Märkte reagieren gemischt vor Inkrafttreten des 25-Prozent-Zolls Brasilien 02Update: Brazil opts for the WTO track over immediate retaliation for now, markets react with mixed signals ahead of the 25-percent tariff taking effect Brazil 03Update: JPMorgan stuft Chile nach Senatsbeschluss zur Rentenreform auf Übergewichten hoch, bis zu 400 Millionen Dollar Kapitalzufluss pro Monat erwartet Chile 03Update: JPMorgan upgrades Chile to overweight after the Senate's pension-reform vote, with up to $400 million in monthly inflows expected Chile 04Bundeskanzler Merz stoppt Übernahme der Commerzbank durch UniCredit nicht mehr, vollzieht Kurswechsel Finanzen 04Chancellor Merz no longer blocks UniCredit's takeover of Commerzbank, reversing course Finance

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GeopolitikGeopoliticsRisikoRisk

Neuer Stand: USA weiten Luftschläge auf Iran aus und bombardieren Brücken bei Bandar Abbas, Teheran schlägt gegen Katar, Kuwait und Syrien zurück

Update: US expands air strikes on Iran, bombs bridges near Bandar Abbas, Tehran strikes back at Qatar, Kuwait and Syria

Warum relevant: Aus der seit dem 13./14. Juli erneut verhängten Seeblockade ist ein offener Schlagabtausch mit regionaler Ausweitung geworden; für die deutsche Industrie steigen damit unmittelbar Energiekosten und Frachtrisiken, während ölexportierende LADW-Partnerländer wie Brasilien, Kolumbien und Argentinien vom höheren Ölpreis kurzfristig profitieren.

Why it matters: The naval blockade reimposed on 13/14 July has turned into an open exchange of strikes with regional spillover; German industry faces an immediate rise in energy costs and freight risk, while oil-exporting LADW partner countries such as Brazil, Colombia and Argentina benefit short-term from the higher oil price.

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Kontext

Context

Was ist neu: In der Nacht auf den 17. Juli griffen US-Streitkräfte mehrere Straßen- und Eisenbahnbrücken in der iranischen Provinz Hormozgan an, unter anderem bei Bandar Khamir, um den wichtigsten iranischen Hafen Bandar Abbas vom Straßennetz ins Landesinnere und nach Teheran abzuschneiden; nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens starben dabei mindestens sieben Menschen. Parallel beschädigten die USA einen Kontrollturm im Hafen Chabahar außerhalb der Straße von Hormus. Es war die siebte Angriffsnacht in Folge seit der erneuten Verhängung der Seeblockade, nachdem die am 14. Juni vereinbarte Waffenruhe zusammengebrochen war. Iran reagierte am 17. Juli mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Wasserinfrastruktur- und Militärziele in Kuwait und Katar, einem zentralen Vermittler im Konflikt, sowie nach eigenen Angaben erstmals mit einem direkten Schlag gegen eine Basis in Syrien. Laut CNBC wurde zudem erstmals seit Wiederverhängung der Blockade ein Öltanker nahe dem iranischen Hauptexportterminal getroffen; der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist gegenüber der Vorwoche um mehr als die Hälfte eingebrochen. Der Ölpreis (Brent) stieg am 17. Juli um 2,04 Prozent auf 85,95 US-Dollar je Barrel, im Wochenvergleich ein Plus von rund 24 Prozent.

What's new: Overnight into 17 July, US forces struck several road and rail bridges in Iran's Hormozgan province, including near Bandar Khamir, aiming to cut Iran's main port Bandar Abbas off from the road network into the interior and Tehran; Iranian state television reported at least seven deaths. In parallel, the US damaged a control tower at the port of Chabahar outside the Strait of Hormuz. It was the seventh consecutive night of strikes since the naval blockade was reimposed, after the ceasefire agreed on 14 June collapsed. Iran responded on 17 July with missile and drone strikes on water infrastructure and military targets in Kuwait and Qatar, a key mediator in the conflict, and, by its own account, a first direct strike on a base in Syria. CNBC reported that an oil tanker near Iran's main export terminal was also hit for the first time since the blockade was reimposed; shipping traffic through the Strait of Hormuz has fallen by more than half compared with the prior week. Brent crude rose 2.04 percent on 17 July to 85.95 US dollars a barrel, up roughly 24 percent on the week.

Für Mitglieder

What it means for members

Mitglieder mit Energie-Exposure sollten die Ölpreis-Volatilität und mögliche Frachtrisiken bei Lieferungen durch die Straße von Hormus aktiv in die Szenarienplanung aufnehmen; für Mitglieder mit Öl- und Gasgeschäft in Brasilien, Kolumbien oder Argentinien ist der Preisanstieg hingegen kurzfristig positiv. Die Ausweitung zu einem offenen Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran mit Beteiligung Katars, Kuwaits und Syriens erhöht insgesamt das geopolitische Risiko für globale Lieferketten und Energiekosten am Standort Deutschland.

Members with energy exposure should actively factor oil-price volatility and potential freight risk on Strait of Hormuz shipments into their scenario planning; for members with oil and gas business in Brazil, Colombia or Argentina, the price rise is a short-term positive. The escalation into an open exchange of strikes between the US and Iran, now involving Qatar, Kuwait and Syria, raises overall geopolitical risk for global supply chains and energy costs at the German location.

Quellen

Sources

NPR: U.S. strikes bridges in Iran; Tehran targets U.S. bases in the Gulf (17.7.) →NBC News: U.S. strikes bridges around key port in Iran, expanding campaign (17.7.) →Washington Times: U.S. hits bridges, collapses tower at key port (17.7.) →CNBC: Oil prices rise after Kuwait says Iran attacked water desalination and power plant (17.7.) →

BrasilienBrazilRisikoRisk

Update: Brasilien setzt vorerst auf WTO-Verfahren statt sofortiger Vergeltung, Märkte reagieren gemischt vor Inkrafttreten des 25-Prozent-Zolls

Update: Brazil opts for the WTO track over immediate retaliation for now, markets react with mixed signals ahead of the 25-percent tariff taking effect

Warum relevant: Brasília sendet damit ein Signal der Zurückhaltung vor dem Inkrafttreten des US-Zolls am 22. Juli, das kurzfristige Eskalationsrisiko für deutsch-brasilianische Lieferketten sinkt; gleichzeitig bleibt mit der EU-Stahlschutzklausel eine zweite Handelsfront gegen brasilianische Industrie offen, ein Punkt, der auch für Gespräche mit brasilianischen Partnern relevant ist.

Why it matters: Brasília is signalling restraint ahead of the US tariff taking effect on 22 July, easing near-term escalation risk for German-Brazilian supply chains; at the same time, the EU steel safeguard leaves a second trade front open against Brazilian industry, a point also relevant for conversations with Brazilian partners.

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Kontext

Context

Was ist neu: Nach dem am 15. Juli von der US-Handelsvertretung USTR im Rahmen eines Section-301-Verfahrens final verhängten 25-Prozent-Zoll auf zahlreiche brasilianische Warengruppen (in Kraft ab 22. Juli, Ausnahmen unter anderem für Erdöl/Gas, Rindfleisch, Kaffee und Flugzeugteile) wählt die Regierung von Präsident Lula laut übereinstimmenden Berichten vom 17. Juli zunächst eine vorsichtigere Linie als zwischenzeitlich angekündigt: Statt das Reziprozitätsgesetz (Gesetz Nr. 15.122) unmittelbar für Gegenmaßnahmen zu aktivieren, sollen zunächst die bereits eingeleiteten WTO-Konsultationen wiederaufgenommen werden. Hintergrund ist laut brasilianischen Medien die Sorge, eigene Gegenzölle könnten Vorprodukte verteuern und die Inflation anheizen. Vizepräsident Alckmin sagte, die Regierung werde das Reziprozitätsgesetz "zum geeigneten Zeitpunkt" einsetzen, ohne einen Termin zu nennen. Eine Analyse der Handelsökonomin Monica de Bolle vom Peterson Institute (17. Juli) wertet den vorsichtigen Kurs auch als Beleg für die Grenzen der US-Verhandlungsmacht nach dem Urteil des US Supreme Court vom Februar, das Trumps breitere IEEPA-Notstandszölle für verfassungswidrig erklärt und die Regierung gezwungen hatte, länderspezifische Zölle wie den gegen Brasilien über Section-301-Verfahren zu begründen. An den Märkten wurde die Zurückhaltung gemischt aufgenommen: Der Ibovespa schloss am 17. Juli um 1,24 Prozent leichter, der Real gab auf 5,111 Real je Dollar nach (plus 0,24 Prozent); Brasiliens Exporte in die USA lagen im ersten Halbjahr 2026 bereits 13 Prozent unter Vorjahr. Parallel bleibt mit der Anfang Juli in Kraft getretenen EU-Stahlschutzklausel (zollfreies Kontingent minus 47 Prozent auf 18,3 Millionen Tonnen, Zoll auf Überschreitung 50 Prozent) eine zweite Front offen; Brasília kritisiert das Vorgehen als einseitig und ohne vereinbarte Kompensation nach GATT-Artikel XXVIII.

What's new: After the USTR finally imposed a 25 percent tariff on numerous Brazilian goods categories on 15 July under a Section 301 investigation (effective 22 July, with exceptions including crude oil/gas, beef, coffee and aircraft parts), President Lula's government is taking a more cautious line for now than had been signalled in the interim, according to consistent reports from 17 July: rather than immediately activating the Reciprocity Law (Law No. 15.122) for countermeasures, it plans first to resume the WTO consultations already under way. Brazilian media cite concern that retaliatory tariffs of its own could raise the cost of inputs and stoke inflation. Vice President Alckmin said the government would deploy the Reciprocity Law "at the appropriate moment," without naming a date. An analysis by trade economist Monica de Bolle of the Peterson Institute (17 July) reads the cautious approach as further evidence of the limits of US negotiating leverage after the US Supreme Court's February ruling, which struck down Trump's broader IEEPA emergency tariffs as unconstitutional and forced the administration to base country-specific tariffs such as the one on Brazil on Section 301 proceedings instead. Markets reacted with mixed signals: the Ibovespa closed 1.24 percent lower on 17 July, the real weakened to 5.111 per dollar (up 0.24 percent); Brazilian exports to the US were already down 13 percent year-on-year in H1 2026. In parallel, the EU steel safeguard that took effect in early July (duty-free quota cut 47 percent to 18.3 million tonnes, 50 percent tariff above that) leaves a second front open; Brasília criticizes the move as unilateral and without agreed compensation under GATT Article XXVIII.

Für Mitglieder

What it means for members

Für Mitglieder mit Brasilien-Exposure verringert der vorsichtigere Kurs Brasílias das kurzfristige Risiko eines offenen Handelskriegs, verlängert aber die Unsicherheitsphase bis zu einer klaren Reaktion nach dem 22. Juli. Die parallele EU-Stahlmaßnahme zeigt, dass brasilianische Industrie nicht nur von US-, sondern auch von europäischen Handelsschutzinstrumenten unter Druck steht, ein Punkt mit Sensibilität für Gespräche mit brasilianischen Partnern.

For members with Brazil exposure, Brasília's more cautious course reduces the near-term risk of an open trade war but extends the period of uncertainty until a clear response after 22 July. The parallel EU steel measure shows that Brazilian industry is under pressure not only from US but also from European trade-defence instruments, a point worth sensitivity in conversations with Brazilian partners.

Quellen

Sources

UPI: Brazil opts for caution in U.S. tariff dispute (17.7.) →InfoMoney: Mais 1,25% e temor com reciprocidade (17.7.) →Time: Brazil Condemns U.S. Decision to Impose 25% Tariffs (16.7.) →PIIE: Trump's new tariffs on Brazil reflect the weakness of US trade strategy (17.7.) →Agência Brasil: Brasil critica novas restrições da UE ao aço (1.7.) →Divulgar Dinheiro: Dólar fecha em alta de 0,24% a R$5,111 (17.7.) →

ChileChileChanceOpportunity

Update: JPMorgan stuft Chile nach Senatsbeschluss zur Rentenreform auf Übergewichten hoch, bis zu 400 Millionen Dollar Kapitalzufluss pro Monat erwartet

Update: JPMorgan upgrades Chile to overweight after the Senate's pension-reform vote, with up to $400 million in monthly inflows expected

Warum relevant: Die positive Marktreaktion auf die Rentenreform ist ein Silberstreif für Mitglieder mit Finanz-, Handels- und Rohstoffgeschäft in Chile, relativiert aber nicht die vom Fiskalrat benannten strukturellen Haushaltsrisiken, ein Muster, das LADW-Mitglieder auch bei anderen lateinamerikanischen Reformvorhaben im Auge behalten sollten.

Why it matters: The positive market reaction to the pension reform is a silver lining for members with financial, trade and raw-materials business in Chile, but it does not offset the structural fiscal risks flagged by the fiscal council, a pattern LADW members should keep in view for other Latin American reform efforts too.

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Kontext

Context

Was ist neu: Nach der Verabschiedung von Präsident Kasts Rentenreform im Senat am 16. Juli, nach rund zwölfstündiger Sitzung, Artikel für Artikel und mit knapper Mehrheit, hat JPMorgan seine Einstufung für chilenische Anlagen bereits im Vorfeld der Abstimmung von "Neutral" auf "Übergewichten" angehoben und rechnet laut einem Bericht vom 16. Juli mit monatlichen Kapitalzuflüssen von umgerechnet rund 400 Millionen US-Dollar aus Pensionsfonds, Rentenversicherungen und ausländischem Kapital. Als Hauptprofiteure nennt die Bank unter anderem Santander Chile, Falabella, LATAM Airlines und den Lithiumproduzenten SQM. Der unabhängige Fiskalrat CFA warnte hingegen, die fiskalischen Belastungen träten sofort ein, während die Wachstumseffekte unsicher und erst langfristig zu erwarten seien. Die Reform, die auch die erste Unternehmenssteuersenkung seit 40 Jahren enthält, geht nun zur abschließenden Beratung an die Abgeordnetenkammer zurück.

What's new: After President Kast's pension reform passed the Senate on 16 July, following a roughly twelve-hour session voted article by article and by a narrow majority, JPMorgan had already upgraded its rating on Chilean assets from "Neutral" to "Overweight" ahead of the vote and, per a report from 16 July, expects monthly inflows equivalent to roughly 400 million US dollars from pension funds, annuities and foreign capital. The bank names Santander Chile, Falabella, LATAM Airlines and lithium producer SQM among the main beneficiaries. The independent fiscal council CFA warned, however, that the fiscal costs are immediate while the growth benefits are uncertain and only expected long-term. The reform, which also includes the first corporate tax cut in 40 years, now returns to the Chamber of Deputies for final deliberation.

Für Mitglieder

What it means for members

Mitglieder mit Finanz-, Handels- oder Rohstoffgeschäft in Chile können von der erwarteten Kapitalzufuhr und der positiveren Marktstimmung profitieren, sollten aber die vom Fiskalrat benannten fiskalischen Risiken in die mittelfristige Länderbewertung einbeziehen, zumal der politische Spielraum von Präsident Kast ohnehin begrenzt bleibt.

Members with financial, trade or raw-materials business in Chile can benefit from the expected capital inflows and the more positive market sentiment, but should factor the fiscal risks flagged by the fiscal council into their medium-term country assessment, especially given President Kast's already limited political room to manoeuvre.

Quellen

Sources

El Mostrador: Sanhattan apuesta a la megarreforma y ve una oportunidad para revalorizar Chile (16.7.) →

FinanzenFinance

Bundeskanzler Merz stoppt Übernahme der Commerzbank durch UniCredit nicht mehr, vollzieht Kurswechsel

Chancellor Merz no longer blocks UniCredit's takeover of Commerzbank, reversing course

Warum relevant: Berlin signalisiert damit eine neue Bereitschaft, europäische Bankenkonsolidierung zuzulassen statt nationale Champions zu schützen, ein Datenpunkt auch für LADW-Mitglieder, die eigene Diversifizierungs- und Konsolidierungsentscheidungen an der Haltung der Bundesregierung spiegeln.

Why it matters: Berlin is signalling a new willingness to allow European banking consolidation rather than shield national champions, a data point for LADW members too as they weigh their own diversification and consolidation decisions against the federal government's stance.

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Kontext

Context

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte auf seiner Sommerpressekonferenz am 15. Juli: "Wir verhindern nicht diese Fusion" und vollzog damit einen deutlichen Kurswechsel gegenüber der bislang ablehnenden Haltung Berlins zur geplanten Übernahme der Commerzbank durch die italienische UniCredit. Merz knüpfte daran Vorbehalte: Das Geschäftsmodell der Commerzbank müsse geprüft werden, die Finanzierung des deutschen Mittelstands dürfe nicht leiden, und die Art und Weise, wie die Commerzbank zum Übernahmeziel wurde, entspreche nicht seiner Zustimmung. Als Begründung für den Schwenk nannte er, Europa brauche große, starke Banken, die US-Konkurrenten standhalten könnten. UniCredit verfügt nach der zweiten Annahmefrist über 47,6 Prozent der Commerzbank-Aktien; der Bund selbst ist mit rund 12 Prozent zweitgrößter Aktionär. Formal stehen noch die EU-Kartellprüfung und die Freigabe durch die EZB aus, gelten nach der Positionierung von Merz aber als deutlich wahrscheinlicher.

Chancellor Friedrich Merz said at his summer press conference on 15 July: "We are not preventing this merger," marking a clear reversal from Berlin's previously opposed stance on UniCredit's planned takeover of Commerzbank. Merz attached reservations: Commerzbank's business model needs to be reviewed, financing for German Mittelstand companies must not suffer, and the way Commerzbank became a takeover target does not meet with his approval. He justified the shift by saying Europe needs large, strong banks able to hold their own against US competitors. UniCredit holds 47.6 percent of Commerzbank shares after the second acceptance period; the federal government itself is the second-largest shareholder with roughly 12 percent. Formally, EU antitrust clearance and ECB approval are still pending, but are now seen as markedly more likely following Merz's positioning.

Für Mitglieder

What it means for members

Für Mitglieder mit Finanzierungsbeziehungen zur Commerzbank, insbesondere im deutschen Mittelstandsgeschäft, ist der mögliche Eigentümerwechsel mittelfristig ein Beobachtungspunkt; die Episode zeigt zugleich, dass die Bundesregierung ihre Bereitschaft, nationale Champions zu schützen, fallweise neu justiert, ein Signal auch für Diskussionen um Diversifizierung und Konsolidierung in anderen Branchen.

For members with financing relationships to Commerzbank, particularly in German Mittelstand business, the possible change of ownership is a medium-term watch point; the episode also shows that the federal government recalibrates its willingness to protect national champions on a case-by-case basis, a signal relevant to diversification and consolidation discussions in other sectors too.

Quellen

Sources

Bloomberg: Merz Says He Won't Stop UniCredit From Taking Over Commerzbank (15.7.) →onvista: Merz nicht grundsätzlich gegen Übernahme von Commerzbank durch UniCredit (15.7.) →boerse-express: Unicredit-Aktie, Merz lässt Commerzbank-Deal laufen (15.7.) →

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